wind im rücken und sonne im kopf

Meistens kommt es anders und dann noch als man denkt. ich hatte schon lange

geplant, Toronto, die nächste großstadt im erreichbaren raum, mit meinem besuch zu ehren. Adur, der sein FSJ dort in der gegend macht und unteranderem, viel mit den skatern aus dem Vorort Milton zutun hat, hatte mich eingeladen, um mal wieder schön mit dem finger am abzug und dem auge hinter der linse, eine massen festnahme würdiger moment zu voll ziehen.

Ich plante hin und her, wie daniel (mein mit-fsj-ler aus deutschland) und ich nach toronto kommen könnten, wo schlafen, was essen, wo rumlaufen, wie zurück blabla bla.

Wie jeder spontane mensch ohne zu zöger absegnen kann, ist jede planung überflüssig, weil es sowieso anders kommt.

Auf jeden fall, haben wir kurzerhand den Freitag freibekommen. Völlig unerwartet, denn wir waren für eine gruppe eingeteilt und da kann man normalerweise nicht einfach so abhauen. Donnerstag sind wir dann fast zufällig, mit dem chef von liebenzell kanada, der hier unterwegs war, in den süden gefahren.

Toronto!

Man kommt also aus der wildnis, wo die nächte, abgesehn vom atemberaubenden sternenhimmel, finster wie der ginster sind, die wölfe singen und die rehe nisten, und erwacht im dschungel der großstadt, lichter, lampen, lärm, schilder, autos, menschen, hektik. Lange nicht gesehn.

Untergekommen sind wir bei den jungs von urbanpromise, die auch mit liebenzell unterwegs sind. Wir haben einfach angerufen und gesagt: hey wie siehts aus?, wir stehn vor der tür. Die wohnen im fiesen hochhaus ohne klingel und rein kommt man nur mit jemandem der dort wohnt. Ist auch verständlich, wenn man sich bewusst  macht des man sich in JANE-FINCH befindet, der gefährlichsten gegend von toronto. Wo die gangs ihre spielchen spielen, roulett; die russische art.

Wir haben dann bis tief in die nacht „the office“, die englische version des von mir so geliebten „stromberg“ geschaut,  lustig, aber nicht sehr. Stromberg rules.

Nächster morgen in aller herrgotts frühe, um 9, auf den beinen. Ziel: make the city yours!

Also ab durch die straßen, ab durch die gassen, hier und da mal essen fassen, vorbei an all den menschen massen,  auf zu  einem ort, zu dem wir passen, wie der kaffe, zu den tassen.

Denn nachdem wir die hälfte des tages darauf verschwendet hatten, zu merken was für landeier und waldhühner wir geworden sind, gelangten wir zur messe. The place to be in these days. Ski und snowboard messe. Eingekauft als gäbs kein morgen. 50% auf fast alles. Winter wir warten.

Zurück in jane-finch nach einbruch der dunkelheit mit vollen taschen und leeren mägen, den kopf schon im kissen zu wissen wär zu verbissen, denn auf dem programm stand: sachen packen und unterkunft wechseln. zu anderen deutschen, die aber nicht da waren, also eine stunde in einer wohnung gewartet mit ein paar mädels die im aufzug gemerkt hatten, das wir deutsche sind und auch wussten das die anderen erst später kommen würddn. warum unterkunft gewechselt? Im nachhinein völlig schleierhaft

Samstag morgen treffen mit den skatern, um 7:30 am tim hortons, downtown. Unmenschliche uhrzeit!

Den ganzen tag die sonne verfolgt und noch mal quer durch toronto. Über alle skaterplätze, von verschieden sicherheits männer verscheucht, immer auf der suche nach dem perfekten shot. Und es gab einige.

Die sonne erstach sich selbst, als sie über dem cnn tower niederging und uns in ihrem roten licht verließ, ein voller skaterplatz, der klang der skateboard rollen in den ohren und gestandene tricks in unseren memoaren. May it stay in our minds.

Sonntag dann mit dem bus zurück in den wald. 3 stunden zu spät angekommen, aber was solls. es leben die spontanität. Nächstes mal wird getrampt, denn der busplan ist ja eher richtwert.

 

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