vergesslichkeiten und ihr alltag

Willkommen in der zweiten halb zeit und entschuldigung für die lange pause. Der knüppel der lethargie hatte mich getroffen, aber nun bin ich zurück, mal wieder und ich sage hallo.

Wir waren irgendwo zwischen weihnachten und silvester hängen geblieben, in den zeiten in denen der winter noch endlos erschien.

Zwar erscheint der winter noch immer endlos, denn nord ontario sitz noch immer im meter hohen schnee, aber an einem sonnen tag, wie dem heutigen, merkt man, dass auch frau sonne sich wieder erholt hat.

Also silvester war new york angesagt. Runter gefahren mit den üblichen verdächitgen: dani, arthur, simon, den mädls von urban promise und den moffat brothers. Gute gruppe gute zeiten. Gregg von liebenzell canada, hat kurzer hand den 12- sitzer van geschnappt, hat uns eingepackt und wir sind nach new york gedüst. Vorbei an regen verhangenen niagara fällen, in das land des amerikanischen traums. Ehrlich gesagt kein großer unterschied zum bekannten kanada.

Abends angekommen beim liebenzell usa zentrum, kurz zu walmart gefahren und essen gekauft, bis in die nacht hinein geredet, am nächsten tag shoppen gewesen, dort allerdings keine besonders fette ausbeute, aber immerhin.

Der nächste tag brachte uns dann in die höhle des löwen, downtown new york, wir schreiben den 30 dezember 2010. große vorstellungen, kleine pläne, eine handvoll verwirrung und den magen voller fast food. Im endeffekt sind daniel und ich an diesem tag einfach durch die straßen manhattens geschländert auf der suche nach einem leben abseits der hotels, banken und touristen. Ergebiss: nicht vorhanden. Im nachhinein auch irgendwie eine komische vorstellung, es ist schließlich manhatten, herz der welt. Abends sind wir dann noch als ganze gruppe auf das empire state building geklettert, nachdem man uns 3 stunden lang in eine warte schlange gefesselt hatte. Hinter jeder ecke befinden sich dort mehr menschen  und immer wenn man dankt das ist es, stellt man fest man ist noch am anfang. Die aussicht war auf jedenfall atemberaubend also daumen hoch. Gegen späteren abend haben wir uns dann auf den weg zu unserem motel gemacht. Erschöpft wie zehn ochsen nach der ernte, befand man sich des nachts in einem recht bequemen bett.

Das sollte nicht so bleiben. In unserem jugendlichen übermut und unserer kindlichen kurzsichtigkeit, hatten wir für die nacht vom 31. dezember auf den 1. januar keine unterkunft gebucht. Das wanderen ist des unerfahrenen lust. Alles in allem 36 stunden ohne schlaf auf den beinen, übrig bleibt die erkenntnis das man mit rucksack nicht zur silvetser party auf den timesquare darf, das newyork überfüllt mit touristen ist und man immer irgend jemanden deutsch sprechen hört. Es wird einem klar, dass der mensch tatsächlich eine erschöpfungsgrenze hat und man selbst in new york kurz vor dem morgen grauen bei mc donalds nur einen nacht snack kaufen kann. Wenigsten haben die lieben mc donalds angestellt uns selbst nach drei stunden in ihrem restaurant nicht rausgeschmissen.

Hartes leben, doch belohnung war die morgen sonne über der nie schlafenden stadt. Die erste fähre zur freiheits statue im neuen jahr und ich war dabei.

Soviel zu new york.

Wir kamen dann am 2 januar im camp wieder an, abends um sechs pünktlich für das meeting bezüglich der nächsten gruppe.

Gruppe um gruppe, menschen kennen lernen, ihnen sachen bei bringen und sobald sie die heimreise antreten, macht man sich bereit für die nächste gruppe.

Sie kommen und gehen und verschwinden alle in einem einize klumpen aus gesichtern und namen. Januar und februar sind hektische zeiten hier. Doch man wächst jeden tag lernt, zu lehren, lernt vor leuten zu stehen, lernt zu motivieren und ist jeden tag draußen, blinzelt in den schnee der hin und wieder die sonne reflektiert.

Ihr seht es ist ein hekitsches aber aufregendes leben hier nur die freien tag sind manchmal ziemlich ruhig, aber ich bin mir sicher, ohne die ruhe, würde man die balance verlieren.

Apropo frei tage. Ich hatte die idee die natur bei nacht intensiv zu erleben. Wir sind dann zu viert im dunkeln raus zum see. Haben ein lagerfeuer gemacht marshmellow gegrillt und ein lager gebaut. Bei minus 20 grad in der kanadischen wildniss übernachtet. Die nase gefroren, die zehen schon lange nicht mehr gespürt und festgestellt ein kalter wind ist bei nacht noch kälter als ohnehin

Achach die jugend

So das wars.

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Kommentare: 3
  • #1

    spitzensfabian (Mittwoch, 16 Februar 2011 18:46)

    geil! du hast echt ne geile art erfrischend zu schrieben man leist deine beiträge immer gern mit nem grinsen im gesicht :D

  • #2

    FlipRundflug (Dienstag, 22 Februar 2011 09:50)

    Da kann ich m Fabi nur zustimmen. Dein Blog macht echt Freude!

  • #3

    Biggi (Dienstag, 22 Februar 2011 19:16)

    Hey Evert,
    ist echt cool von dir zu lesen! Mach's weiterhin ganz gut, grüßle:-)